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31.01.2014

Das beliebteste Accessoire bei den Grammys 2014 – der Hut

In der Hoffnung, eine der 82 begehrten, goldenen Grammophone zu ergattern, versammelte sich am letzten Sonntagabend Hollywoods Musikszene zum 56. Mal im „Staples Center“ in Los Angeles. Zuschauer und Teilnehmer fieberten gespannt darauf hin, wer in den Königsklassen „Album des Jahres“ und „Single des Jahres“ ausgezeichnet werden würde. Die Verleihung der Grammy-Awards ist jedoch dafür bekannt, dass am Ende nicht nur die beste Gesangsleistung in den Medien gefeiert wird. So nutzen besonders weibliche Stars den Abend auch mit Vorliebe als Gelegenheit, sich durch ihr mitunter gewagtes Outfit in den Vordergrund zu rücken. Letztendlich war es jedoch der Hut von Pharrell Williams, der in diesem Jahr für Furore sorgte.

Unterziehen sich Stars wie Beyoncé und Taylor Swift normalerweise einer mehrstündigen Prozedur, um ihre Haare für den Auftritt auf dem roten Teppich zurechtzumachen, ging der Trend bei anderen Stars in diesem Jahr eindeutig zum Hut. Das erfolgreiche Duo Daft Punk, das den Grammy für das beste Album abräumte, sparte sich gänzlich den Weg zum Friseur und erschien gewohnt vermummt in Robotormasken.

Madonna passte sich dem Outfit ihres Adoptivsohnes David Ritchie an und entschied sich in diesem Jahr ebenfalls dazu, ihre blonde Wallemähne mit einem breitkrempigen, schwarzen Filzhut zu schmücken. Für ihren Auftritt tauschte sie ihren schwarzen Gehrock vom roten Teppich später gegen ein weißes Western-Outfit – komplettiert durch einen passenden, weißen Cowboyhut – aus. Ihr 8-jähriger Sohn wählte für seinen ersten Auftritt auf dem roten Teppich einen echten Klassiker und erschien stilecht mit einem mit Federn geschmückten Bogarthut in Fedora-Form. Auch Yoko Ono und ihr Sohn Sean Lennon gehörten zu den bekennenden Hutträgern des Abends und betraten den roten Teppich mit Zylinder und Melone. Seans Begleitung, das Model Charlotte Kemp Muhl, griff hingegen passend zu ihrem Hippie-Look zu einem lässig geflochtenen Strohhut.

Der Hingucker des Abends war jedoch eindeutig Pharrell Williams, der mit seiner überdimensionalen, matschfarbenen Kopfbedeckung, die auch der beliebten Neunziger-Jahre-Serie “Ein Mountie in Chicago“ hätte entstammen können, zum heimlichen Star des Abends wurde. Sein riesiger, brauner Hut zog alle Blicke auf sich und wurde nach der Ausstrahlung der Grammy-Awards zur meist diskutierten Kopfbedeckung im Internet.

Böse Zungen zogen ebenfalls einen Vergleich mit dem sprechenden Hut aus Hogwarts hinzu. Über das soziale Netzwerk Twitter wurden weitere Vergleiche heiß debattiert und dutzende Bilder sowie Fotomontagen gepostet. Nicht weniger als 11 500 Follower hatte der ausladende Wildhüterhut am Ende der Show. Inzwischen ist die Zahl auf über 18 000 Follower gestiegen. Auch wenn es sich bei der ganzen Aktion um eine eigens initiierte PR-Masche handeln könnte, schien Pharrell selbst nicht allzu erfreut über den Aufruhr um seine Kopfbedeckung zu sein. Es handle sich um einen Buffalo-Hat von Vivienne Westwood und eine Hommage an das Musikvideo des Musikers Malcom McLaren aus den 80er Jahren. Ob PR-Gag hin oder her, wir empfehlen Pharrel für seinen nächsten Auftritt ein weniger imposantes Modell, wie z. B. einen schlichten, knautschbaren Wollfilzhut von Stetson, und freuen uns schon auf die nächsten Grammy-Awards.