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25.04.2013

Der Hut, der steht mir gut…oder doch nicht?!

Woher weiß ich, ob mir mein Hut wirklich steht und nach welchen Kriterien ich einen für mich vorteilhaften Hut auswählen kann?

Zunächst einmal gilt zu sagen, dass sich wohl alle Hutträger beider Geschlechter über eine Sache absolut sicher sein können: Alles, was Spaß macht und zum Wohlbefinden beiträgt, ist erlaubt. Es entscheidet einzig und allein der Hutträger selbst, welches Modell ihm Freude bereitet und mit welcher Kopfbedeckung er oder sie sich wohlfühlt. Natürlich gibt es gewisse Anhaltspunkte, wann oder wo man bestimmte Hutformen trägt oder als eher unvorteilhaft ansieht.

In jedem Fall sollte man den historischen Hintergrund der Hüte nicht ganz außer Acht lassen. Während der Hut seit jeher Ausdruck des jeweiligen gesellschaftlichen und beruflichen Standes war, so kann der Hut zwar auch heute noch als fester Bestandteil einer Uniform fungieren. Doch ist es eher die Regel, dass jüngere und ältere Leute einen Hut als rein modisches Accessoire verstehen. Sicherlich ist der Hut noch immer ein treuer Begleiter zum Schutz vor Wind und Wetter, durch seine zahlreichen Varianten aber kommt er genauso oft zum primär modischen Einsatz, wenn man seine Kleidung ergänzen oder aufpeppen will. Das heißt natürlich im Umkehrschluss nicht, dass Trachtenhüte oder Outdoorhüte ihren funktionalen Charakter deswegen verlieren.

Es gibt unzählige Hüte und ebenso viele Hutformen. Woher weiß ich nun, für welchen Hut ich mich entscheiden soll?
Meine Körpergröße gibt eine erste Hilfe auf der Suche nach der passenden Hutfor. So empfiehlt es sich für kleine und zierliche Menschen, eher zu einer kleineren Hutform zu tendieren. Große Menschen hingegen können entsprechend ohne Probleme zu Hüten mit breiterer Krempe greifen, beispislweise zu sogenannten Travellerhüten.
Menschen, die ein sehr langes Gesicht haben, können sehr gut Flat Caps jeglicher Art tragen, wobei Menschen mit eher runden Gesichtszügen sich für Glockenhüte oder Melonen entscheiden sollten.
Auch die eigene Hautfarbe ist ein Kriterium, das bei der Hutwahl berücksichtigt werden sollte: Frauen oder Männer mit sehr heller Haut sei weniger der Griff zu Braun- oder Erdtönen empfohlen, da diese Farben meist noch etwas blasser machen.
Auf jeden Fall sollte der Hut eine gewisse Harmonie zum restlichen Outfit mit sich bringen, da sich ein klassischer Herrenhut bei einem sportlichen Dress oder einem legeren Kleidungsstil nur äußerst selten wohlfühlt. An der Art, wie ein Hut getragen wird, erkennt man dann auch oft, ob sein Träger sich tatsächlich wohl fühlt mit der Wahl der Kopfbedeckung oder ob der Hut bloß zu einem besonderen Anlass und daher eher ungern getragen wird. Ähnlich verhält es sich, wenn man ehr Träger von klassischen Flat Caps oder auch anderen Schirmmützen ist. Dort kann man nach den unterschiedlichsten Kriterien, die passende Form oder auch das passende Material für den richtigen Anlass wählen.
Alles in allem gilt: In der heutigen Modewelt lässt sich fast alles rechtfertigen und erklären, und wenn man versucht, ein paar überlieferte Werte mit einer gesunden Portion Individualismus zu kombinieren, dann macht man beim Huttragen wohl nichts falsch.