Menu
02.02.2016

Karnevalshut – Alle Jecken zu Fasching aufgepasst!

Es ist wieder soweit. Es darf wieder gelacht, geschunkelt und getrunken werden. Alle Jahre wieder freuen sich die Jecken unter uns über eine ganz besondere Zeit, die am 11. November um 11.11 Uhr mit einem Helau oder Alaaf eingeläutet wird. Die einen nennen sie Karneval oder Fasching, die anderen die fünfte Jahreszeit. Unterschiedliche Bezeichnungen meinen denselben feuchtfröhlichen Ausnahmezustand. Er lässt uns Jecken mehrmals zum Gebäck der Jahreszeit, den Berlinern, greifen und unseren Durst mit viel Prickelwasser löschen. Es ist die Zeit, in der Herren zum Schminkstift greifen und Karnevalshüte unsere Köpfe schmücken. Einen Jeck ohne Glas in der Hand und ohne Jeckenhut auf dem Haupt wird man in den Lokalitäten der Stadt nicht vorfinden. Karneval ohne Karnevalshut wäre unvorstellbar und würde das lustige Spektakel in ein sehr trauriges und trostloses Fest verwandeln. Die fünfte Jahreszeit kann als ein Fest der Faschingshüte bezeichnet werden.

 

Zu jedem Kostüm gehört die passende Kopfbedeckung. Ein wahrer Jeck möchte sich auch in seiner Phantasie und in seinen kühnsten Träumen die verrückten Herrenhüte und Damenmützen nicht wegdenken. Die Vorstellung, dass der Karnevalsprinz ohne Prinzenkappe zu seinem Volk winkt, zaubert seinen Karnevalsjüngern kein Lachen ins Gesicht. Der sonst so lustige Clown wäre ohne seinen roten Miniaturhut nur halb so witzig, die Polizistin ohne Kappe nicht annähernd so sexy. Dem Piloten würden die Stewardessen ausbleiben und der Cowboy wäre ohne Cowboyhut nur der nette Junge mit kariertem Hemd von nebenan. Cold und Schlangenlederstiefel allein machen aus einem Boy noch lange keinen Cowboy. Das Kostüm einer feinen Dame a la Audrey Hepburn wäre ohne Anlasshut ein Graus. So macht es der Pirat genau richtig, wenn er sich seinen Papagei auf die Schulter setzt, sich die Augenklappe überzieht und seinen Hut mit Totenkopfmotiv aufsetzt. Dann wird er lachen, dass man seinen schwarzen Zahn blitzen sieht. Wenn sich eine Dame entscheidet, sich dieses Jahr nicht in einen süßen Marienkäfer zu verwandeln, sondern sich von einer anderen Seite zeigt und zu einer bösen Hexe wird, darf sie ihren großen schwarzen Karnevalshut nicht vergessen. Auch der Franzose unter den Jecken sollte nicht nur an das Baguette unterm Arm und den geschwungen Schnurrbart denken, sondern auch an Akzent, rotes Halstuch und Baskenmütze.

 

So verrückt und regellos Karneval sein mag, eine Regel muss befolgt werden: So wie zu jedem Anlass der passende Anlasshut gehört, gehört zu jedem Jeck der richtige Jeckenhut.