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Kochmützen PASSENDE ARTIKEL FINDEN
28.05.2015

Kochmütze – Wieso trägt man sie eigentlich?

Die meisten Menschen denken, dass eine Kochmütze lediglich dem Schutz vor herabfallenden Haaren dienen soll. Ist das wirklich der einzige Grund, eine Kochmütze zu tragen? Heutzutage gibt es einige verschiedene Mützenmodelle, die in den internationalen Küchen dieser Welt zu finden sind. Die typisch hohe Kochmütze hat dabei als herausragendes Modell einen historischen Charakter. Zur Historie der Kochmütze gelten folgende Szenarien als überliefert:

 

Kochmütze – Eine Mütze mit langer Geschichte

Wer glaubt, ein Haar in der Suppe sei die Ursache dafür gewesen, dem Küchenpersonal sein hygienisch begründetes Markenzeichen zu verordnen, ist auf dem Holzweg. Denn es kommt schlimmer: Wir schreiben das Jahr 1727, als der englische König George II. in seinem gefüllten Suppenteller eine Kopflaus entdeckte. Da dem rigorosen Oberhaupt an sich schon sehr penible Züge in puncto Sauberkeit nachgesagt wurden, durfte dieser „Supergau“ seine Entscheidung begründet haben, dass seine Köche fortan nur noch mit Haube an den Herd durften. Mehr noch: Um die königliche Angst vor weiteren unliebsamen Suppeneinlagen zu beheben, mussten sie sich angeblich sogar die Köpfe kahlscheren. Diese drastische Maßnahme hat sich glücklicherweise nicht allgemein durchgesetzt, anders als die küchentypische Kopfbedeckung, die wir heute alle kennen.kochmütze Natürlich gibt es, wie es bei allen entstandenen Anekdoten stets der Fall ist, auch andere Theorien über die Entstehung der hochragenden, vorwiegend weißen Kochmütze. Man könnte sogar dazu kommen, ihren Ursprung in die Zeit der Assyrer, um 2000 v. Chr., zurückzuverlegen, als die Könige ihren ergebenen Köchen zum Dank für die Loyalität kronenähnliche Kopfbedeckungen in Form von Kochmützen zugestanden. Die Loyalität rührte daher, dass die Köche ihren Herren keine mit Gift versehenen Speisen reichten.

 

Im Laufe der Geschichte wandelte die weiße Mütze ihre Gestalt – von der anfänglich eher bescheidenen englischen Ballonform bis zur steil aufragenden „high bonnet“, stabilisiert von einem Ring aus Pappe, um den festen Sitz zu gewährleisten. Einer ihrer bekannten Träger war der französische Koch Marie-Antoine Carême, der seinerzeit den Wiener Kongress bekochte. Ihre enorme Höhe hat die

 

Mütze dem Umstand zu verdanken, dass man versuchte, die Chefköche von ihren Untergebenen zu unterscheiden, und somit gewisse Hierarchieformen über die Mützenhöhe deutlich machte. Der sogenannte Pilz ist eine besondere Kopfbedeckung zum Kochen. Er wird mit 21 bis 30 cm Höhe aus saugfähigem Stoff, Vlies oder Krepppapier getragen. Die Breite des Modells ist variabel und seit einigen Jahrzehnten darf in den Küchen dieser Welt sogar Farbe bekannt werden. Die traditionelle Variante der Kochmütze weist 100 Falten auf. Gerüchten zufolge soll diese Anzahl auf die hundert möglichen Arten, Eier zuzubereiten, zurückgehen.