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27.05.2013

Mayser – ein Hersteller mit Geschichte

Erstklassige Verarbeitung, feinste Stoffe sowie dezente Farbspielereien – nach diesem Pathos stellt die Marke Mayser seit zwei Jahrhunderten wunderschöne Kopfbedeckungen für Sie und Ihn her.

Bereits am 27. September 1800 wurde das traditionsreiche Unternehmen Mayser, damals noch unter dem Namen „Hutmacherey Mayser“ von Leonhard Mayser in Ulm gegründet. Dies geschah in den turbulenten Zeiten der Belagerung Ulms durch Napoleon. In den nächsten Jahren entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einer Hutmanufaktur und später zu einer Hutfabrik an mehreren Produktionsstätten deutschlandweit. Im Jahre 1858 entscheid sich Friedrich Mayser, Sohn des Gründers, zu einem gewagten Schritt – er führte als erster Hutmacher in ganz Deutschland die maschinelle Fertigung von Hüten ein und setzte damit nicht länger auf die hochgeschätzte, handwerkliche Herstellung. Zusammen mit seinem Sohn Fritz brachte er die Modernisierung des Unternehmens weiter voran und war damit maßgeblich für die Industrialisierung Ulms verantwortlich. Ende des 19. Jahrhunderts war der einstmals kleine Handwerksbetrieb zu einem großen Industriebetrieb geworden und wurde somit zu einer AG umgewandelt, um auch finanziell größere Spielräume zu besitzen. Rund 28 Jahre später wurde diese mit der Beteiligung Anton Seidls in eine GmbH umgewandelt. In seinen alleinigen Besitz geht nur vier Jahre später die Hutfabrik Mayser über.

Mayser Hanfhut

Anton Seidl führte im Jahre 1924 den Bereich Damenmode ein und konnte damit die Produktion verdoppeln. Zu dieser Zeit hatte die Marke Mayser sich bereits einen großen Namen gemacht und stand für modische und qualitative Kopfbedeckungen. Im Jahr 1940 starb Seidl und die Leitung der Firma wurde von dessen Schwiegersohn Curt M. Zechbauer übernommen. Wo die Firma während des Ersten Weltkrieges noch standhalten konnte, musste sie während des Zweiten Weltkrieges viele Rückschläge erleiden. So reduzierte sich die Belegschaft von 2500 auf rund 1500 Mitarbeiter, einige der Produktionsstätten wurden von Bomben zerstört oder enteignet und das Ulmer Stammwerk wurde völlig zerstört. Nach Ende des Krieges mussten sich die früheren Hutmacher zunächst als Handwerker beweisen und halfen das Produktionsgebäude wieder aufzubauen. Nach und nach konnte die Produktion wieder aufgenommen werden. Im Jahr 1963 erreichte unter der Leitung Peter M. Zechbauers die Produktion ihren Höhepunkt mit einer Stückzahl von einer Million Hüte.

Heute ist die Firma Mayser ein Unternehmen, welches sich aus Tradition und Innovation zusammensetzt. So sind über die Jahre mehrere Standbeine entstanden – neben der Hutherstellung wird in den Bereichen Schaumstofftechnik, Sicherheitstechnik sowie Verformungstechnik erfolgreich gearbeitet. Doch die Seele Maysers ist und bleibt die Hutmacherei mit all ihren farbenfrohen Eindrücken und individuellen Gestaltungsspielräumen.

Wenn Sie noch mehr über das Traditionsunternehmen Mayser erfahren wollen, schauen sie doch hier vorbei.

Mayser Flatcap